Erdbeben-Katastrophe in Nepal | Explore & Enjoy Hilfsaktion | April/Mai 2015

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Am Samstag, den 25. April 2015 bebte die Erde in Nepal – so stark wie zuletzt vor über 80 Jahren. Das Beben mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala brachte binnen Minuten Tod und Verwüstung über den Himalaya-Staat. Internationale Medien waren schnell gefüllt von schrecklichen Nachrichten über Zerstörung, Angst und Leid. Die Zahl der Toten und Verletzten stieg stündlich. Auch fünf Tage nach dem Beben werden Menschen aus den Trümmern geborgen. Mittlerweile sprich die Regierung von über 5.500 Toten und unzähligen Verletzten in den völlig überlasteten Krankenhäusern.

Schockiert und verzweifelt riefen Ajit Laxman Dhakal und seine Frau Claudia Schülein binnen weniger Stunden nach dem ersten großen Beben ein privates Hilfsprojekt ins Leben, motiviert durch die vielen Anfragen von besorgten Freunden, Bekannten, Familienangehörigen und Explore & Enjoy-Kunden.

“Ich hätte nicht zu träumen gewagt, dass in so kurzer Zeit so viel Geld  zusammen kommen kann”, sagt Ajit dankbar kurz vor seinem Abflug nach Nepal am Flughafen in München, am Dienstag, den 28. April 2015 – nur zwei Tage nach der schrecklichen Katastrophe. Die Nachbeben, das Leid, die schweirige Situation in seinem Land können ihn nicht davon abbringen, seinem Land und seinen Landsleuten in diesen schweren Stunden beizustehen. Im Gepäck Medikamente, Trinkwasseraufbereitungstabletten, Kleidung und eine große Menge an finanzieller Unterstützung fliegt er dem Chaos entgegen.

Vor Ort stürzen ihn die Bilder von heiligen Stätten, die nur noch in Schutt und Asche liegen und die Begegnungen mit den Not-leidenden Menschen in tiefe Verzweiflung. Statt zu trauern, macht sich Ajit an die Arbeit, fährt in die vernachlässigten Außengebiete der Hauptstadt Kathmandu und macht sich ein Bild von der Lage. Er sieht, wie in den Dörfern mehr als 150 Menschen dicht gedrängt in ein paar verbliebenen Räumen eines Hauses auf ca. 60 qm Raum hausen. Zelte und Decken, um wenigstens der bedrückenden Enge ins Freie zu entfliehen, haben sie nicht. Familien, die gar keinen Wohnraum mehr haben, kampieren im Freien. Hier mangelt es an allem: Nachts ist es kalt, es regnet. Ihr Essen kochen die Dorfbewohner auf kleinen Feuern. Die katastrophale Lage der hygienischen Versorgung und der sanitären Anlagen und das dadurch verschmutzte Trinkwasser tun ihr übriges: Viele Menschen sind schon nach wenigen Tagen krank, brauchen medizinische Versorgung. Besonders betroffen sind Kinder und Frauen, die vor Kurzem entbunden haben. Ajit trifft eine junge Frau mit einem 15-Tage altem Baby, die mit gebrochenem Blick nach ihrer Familie sucht. Er begegnet einem jungen Mann, der völlig traumatisiert vor seinem komplett zerstörten Elternhaus steht. Nepalesische Helfer versuchen mit bloßen Händen, ein weiteres Familienmitglied – die sechste Leiche – zu bergen. Auf Überlebenden darf der junge Mann hier und jetzt höchstwahrscheinlich nicht mehr hoffen.

Aber die Hoffnung bleibt trotz alle dem! Ajit kehrt zurück ins Zentrum von Kathmandu und organisiert einen der wenigen verbliebenen Pick-Ups, kauft das nötigste ein: Trinkwasser, Reis, Energieträger, wie Eier, Linsen und Kartoffeln, Decken, Zelte, Medikamente gegen Durchfall. Er belädt den Truck wieder und wieder und verteilt die Materialien an die, die in den umliegenden Außenbezirken von Kathmandu schon auf ihn warten. In den kommenden Tagen möchte er Männer anstellen, um Toiletten in einem besonders betroffenen Ortsteil (wieder auf) zu bauen – eine besonders sinnvolle und nachhaltige Investition.

“Ich bin stolz auf das, was wir mit dem Geld unserer selbstlosen Unterstützer in Europa leisten können!” meldet Ajit aus Nepal. Es ist ihm wichtig, dass allen klar ist: Dies ist nicht die Aktion einer großen Hilfsorgansiation, die breitflächig strukturellen Wiederaufbau leisten kann. Hier handelt es sich um individuelle und persönliche Hilfe, die trotz ihrer logistischen Beschränktheit vielen Menschen ihre schlimmste und akuteste Not lindert und ihnen – und das ist wohl am Wichtigsten – zeigt, dass sie nicht alleine dastehen und dass es Hoffnung gibt.

“Bitte hört nicht auf, an die Menschen in Nepal zu denken”, ruft Ajit zu weiteren Spenden auf. Außerdem bittet er diejenigen Kunden und Freunde, die für die Herbstsaison 2015 eine Reise nach Nepal gebucht haben, nicht zu stornieren. “Die Nepalesen wollen sich nach dieser schrecklichen Katastrophe selbst wieder auf die Beine helfen! Wir sind ein starkes Volk mit viel Kraft und Lebensmut! Natürlich brauchen wir im Moment internationale Hilfe. Aber es wäre schrecklich, wenn wir nun auch noch langfristig bei unserem wichtigsten wirtschaftlichen Standbein – dem Tourismus – herbe Verluste kassieren müssten”, fasst er zusammen. Ajit ist sich sicher, dass Nepal im Herbst 2015 wieder ohne Probleme bereist werden kann und freut sich schon jetzt auf die Zeit, wenn die Menschen ihren Schock und ihre Trauer überwunden und ihr Land wieder aufgebaut haben. Dann ist es für ihn wieder das schönste Land der Erde! Er glaubt fest daran!

Wenn Sie spenden wollen, tun Sie das bitte auf das Konto bei der Sparkasse Berchtesgadener Land:

Kontoinhaber: Laxman Dhakal
Kontonummer: 0020294567
BLZ: 710 50 000
IBAN: DE12 7105 0000 0020 2945 67
BIC: BYLADEM1BGL

Weitere Up-Dates zur Spendenaktion gibt es auch auf unserer Facebook-Seite: Explore & Enjoy Facebook-Seite

Medienbeiträge zu unserer Hilfsaktion

Lesen, sehen und hören Sie interessante Interviews mit Ajit Laxman Dhakal!

Zeitung:

Online im Berchtesgadener Anzeiger vom 29. April 2015

Oder als Offline-PDFs:

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Radio:

In der Bayernwelle SüdOst

Audio-Datei Teil 1

Audio-Datei Teil 2

Online:

Der Blog unserer Freundin Elena Leichtfuß mit Video-Interview

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